Tc Boyle San Miguel

Rezension vom 18.01.2014 · 4 x zusammen »hilfreich« (100%)0 x zusammen »nicht hilfreich«"> 4 x zusammen hilfreich bewertet · still unkommentiert

Eine besitzen sonnenverwöhnte Insel innerhalb Pazifik bewohner und da drüben schalten und walten wie ein König – das ist einer Wunsch, das nicht viele realisieren können. San Miguel, etwa fünfzig Ki­lo­me­ter vor der Küste in Santa barbara gelegen und von übersichtlicher Ausdehnung, könnte kommen sie Traum ns Ort bieten. Aller­dings jawohl schon das Spanier sie so nachhaltig abgeholzt, das die ver­blie­be­ne Gras­landödnis zeigen für Schafzucht und militäri­sche zwecke nutzbar war. Heute ist das ganze Insel­grup­pe Naturreservat – Be­tre­ten verboten.

Du schaust: Tc boyle san miguel

In seinem jüngsten roman (seinem vierzehnten) puts T.C. Boyle acht Menschen oben San Miguel das ende und schenkt ihnen ihren Inseltraum. Was machen sie daraus? was macht das Schicksal daraus?

Ein rein fiktionales Laborexperiment in der brauchtums von Defoes »Robinson Crusoe« oder Goldings »Lord of the Flies« unternimmt der schriftsteller freilich nicht. Er stützt sich auf die Tagebuchaufzeichnungen der realen Vorbilder seine Protagonisten. 1888 lebte Marantha Waters dort sechs monate mit ihrem gelinge Will, das Adoptivtochter Edith (14) und von Dienstmädchen Ida, und Elise und Herbie Lester wohnten über 1930 bis zu 1942 in der Insel, wo sie zwei mädchen zur welt brach­ten.

Es ist weder luxus noch Eskapismus, was Marantha (38) oben die abgeschiedene, einsame insel treibt, son­dern Not. Sie sucht da drüben »jungfräulich reine Luft«, um herum ihrer Schwindsucht, die sie quält »wie eine mittel­alter­liche Folter«, einer Ende zu machen. Deswegen hat sie alles aufgegeben: Familie, Freunde, Komfort und Kultur in Boston und dein Ersparnisse, um zu Will als Teilhaber der Schafherde auf San Miguel wirtschaf­ten kann.

War Marantha blauäugig? Nach rauer Überfahrt am eisigen Neujahrstag findet sie am ziel nicht etwa einer »einfaches Schäferhaus aus Holz« vor, bestenfalls »wie aus einem bild von Constable hagen Turner«, son­dern eine nach Kot stinkende »Baracke für die Hirten«, und sie weiß gleich, das dieses primitive, trostlose »Rattenloch« ihr nie ein Zuhause bekomme kann, egal zusammen stark sie sich deswegen einsetzt. Ganz anderntags Will: es ist in Mund spricht über »Erfolg und Wachstum und Gesundheit«, aus seinen auge leuchten Visionen: »Wolle zu Geld«, »unsere privatgelände Insel«, »niemand, vor dem wir uns verantworten müssten«, »wir könnten die Zugbrücke hochziehen«. Marantha »hatte ihn noch noch nie so glücklich gesehen«. Drauf wägt sie ihr ei­genes unglück und fügt sich. Duf desillusioniert und über ihrer ansteckend geschwächt, versucht sie mit Idas Unterstützung diesen ungastlichen Ort zu einem bewohnbaren Familienmittelpunkt zu gestalten, selbst »wenn ich mich deswegen totarbeiten muss«.

Dass eigentlich das geflügelt seiner Frau an dem spiel steht, möchte Will nicht wahrhaben. Nach sechs Mo­naten entbehrungsreichem bluttat geben die Nordoststürme mit sintflutartigem Dauerregen Marantha ns Rest. »Gott hatte sie verlassen.« Ehe sie »das Paradies in Erden« befanden und ns »Privileg, hier draußen leben kommen sie dürfen,« genießen konnte, muss sie hinabsteigen »zu jenem ist anders Ort, bei die ewige Fins­ter­nis«.

Würden da Jahrzehnte später das Lesters auf San Miguel ihr erhofftes Inselparadies heu wenigstens un­getrübteres glück finden?

Elise (38) und Herbie (42) zu sein frisch vermählt, wie sie 1930 oben das Eiland übersiedeln. Sonnig und heiter gestaltet wir schon ihre Ankunft an »reinem, unverfälschtem Blau von Himmels«. Dein junge Ehe, der exotische Ort, die potenzial auf »das wirkliche ausgeforscht ... In der natur ... Einfach, kraftvoll, unverfälscht« – all das atmet ns Geist einer vielversprechenden Neuanfangs, über Chance und Abenteuer, und Elise ist ein positiver Mensch. Sie glaubt bestimmt daran, »einfach Glück« zu haben. »Warum sich mit Unzulänglichkeiten aufhalten, einmal es so sehr Schönheit kommen sie bewundern gab?«

Das haus ist »sauber ... Karg, beinahe klösterlich«, jedenfalls wohnlich. Hier zelebrieren Elise und Herbie ihr glück von anfang an: »Omelette ... fines herbes durch Pfeffer, Salz und teil Ketchup ersetzt«, ein »durchsichtiges Neglige« auf zu Kissen drapiert, jedem Morgen ausgiebiges Frühstück. Das Inselnatur steuert Wildblumen und ein Wald mit »fossilen Bäumen« bei. Überall streunen kostenlos laufende Schafe herum, am Strand lümmeln See-Elefanten. San Miguel – deshalb doch ein Paradies? »Sie nannte er Adam, das nannte sie Eva.« Nach zwei jahre wird baby Marianne geboren, noch einmal zwei jahr später Betsy.

Wie ns Schafscherer ankunft und gehen, verstreichen ns Jahre. Langeweile kommt nie auf. Herbie heckt ständig neue Projekte aus: ns Wasserrohr zu Badezimmer, einen Kamin fürs Wohnzimmer, einer Windrad, ca Wasser zu pumpen. Elise unterrichtet dein Kinder, aber von der »Welt jenseits des Kanals« (Welt­wirt­schafts­krise, Mussolini, Hitler, einen neuer Präsident) bekommen sie wenig mit; sie wird den Les­ters dafür fremd zusammen das Leben an einem »anderen Planeten«.

Doch splendid isolation ist zu diesen Zeiten schon sind nicht realistische option mehr. Amerikas Kriegseintritt 1941 beendet sogar die Idylle der Kleinfamilie. Fremde ankunft auf die Insel und staunen über das augen­scheinliche Idyll der in Frieden lebenden Aussteiger, während der Rest der Welt sich zerfleischt. Bald be­richten die Schlagzeilen überregionaler Zeitungen über der »glücklichen Familie in ihrem Königreich«. Das Lesters importieren zum »Mythos« stilisiert, kommen sie einem positiven Gegenbild an den Wirren einer brutalen Krie­ges.

Mehr sehen: Story Behind Ryan Gosling Goldene Kamera, Loading 3Rd Party Ad Content

Alles hat seinen Preis, und zum eine vor der Außenwelt hochgezogene Zugbrücke muss einer mit Realitäts­verlust und Kauzigkeit bezahlen. Weltkrieg-I-Veteran Herbie hatte ein komisch Hobby entwickelt: er sam­melt Gewehre. Als er nun bei den Kriegsnachrichten des Radios hört, dass in Ostafrika kaiser Haile Se­las­sies mutige Kämpfer ns Maschinengewehren und Panzern ns Italiener mit Speeren das gegenteil ziehen und abgeschlachtet werden, da will Herbie tatkräftige unterstützung leisten. Wunderschönen zuvor hätte er kritische heu ermunternde Briefe an kleine und größe Politiker geschrieben; jetzt noch bietet er zum »Löwen über Juda« seine Gewehrsammlung besteht aus seiner individuell Ausbilderdienste an. Wenngleich ns Vorschlag von einem anderen Stern gefallen kommen sie sein scheint, verleiht Haile Selassie seine Helfer ns »Rang einer kaiserlichen Würdenträgers« und übersendet ihm ns Paar »golddurchwirkte Epauletten«. Pa­ket und Nach­richt erreichen das Geehrten allerdings zuerst Jahre später, wie es längst keiner äthiopischen Kaiser mehr gibt – und sogar keinen »König von San Miguel«. Denn auf dessen insel wurden inzwischen um zu Schutz gegen ein befürchteten angriff der Japaner zwei Navy-Soldaten stationiert und haben das Befehlsgewalt übernommen. Herbie zu sein zur Witzfigur geworden, Paradies zerstört, sein roh ohne Sinn.

Zwischen den beide Familienchroniken bereichlesen wir Edith Waters" Geschichte. Marantha und wollen ver­frachten ihre eigenwillige und frühreife Adoptivtochter ungefragt in die Insel, das ihr kaum als zu bie­ten hat wie Schafe. Immerhin gibt das noch den gleichaltrigen Jimmie, das ihr sogleich kommen sie Diensten zu sein hat (»Er zu sein mein Sklave.«). Ihr Vater hasst sie, hat das doch ihre Mutter auf die elende insel und somit in den tod ge­lockt. Doch auch Will zu sein Edith gegenüber nicht zimperlich. Zusammen ihr geliebtes Lämmchen stirbt, setzt er ihr ns zart gebratene Fleisch um zu Mahl vor. Das hält ns Mädchen zusammen eine gefangene und zwingt sie, die Haus­arbeiten kommen sie übernehmen (»Lern es.«). Bei diesem verdreckten Ort führen sie, dafür findet Edith, ns »Le­ben oben dem ausmaß verkleideter Affen, ns kürzlich erst über den baum gestiegen waren«. Ihre Gegen­welt ist das Bühne, und gern geschehen kann sie davon abhalten, ihren Traum, einmal im Rampenlicht zu ste­hen, kommen sie verwirklichen. Schließlich gelingt ihr ns Flucht. Auch ihr ausbruch hat einen hohen Preis.

Obwohl T.C. Boyles Erzählung ruhig abläuft, fasziniert der Roman durchgehend. Der schriftsteller gestaltet das Schicksale zweier Familien, wer Glück und Unglück weil ihre isolation und ns Natur sicherlich wer­den. Ns Paradies, das sie auf Erden suchen, zu sein letztendlich nicht an einem lage auszumachen.

Der straffe dreiteilige Aufbau mit Kapiteln, das prägnante Überschriften sich erinnern (»Ankunft«, »Das Haus«, »Abreise« und weitere) betont die Parallelen und fordert Vergleiche heraus. Inzwischen sich ns Zeiten und die Welt ändern, ist ns Ort san Miguel einer Konstante. Alle, das hier ankommen, jawohl hinter wir gelassen, was die Zivilisation kommen sie bieten hat, und müssen nun ns Beste ende ihrer neu elementaren Lebenssituation machen. Das gelingt ende unterschiedlichsten Gründen nicht jedem, und Scheitern zeigt an sich bei unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Das Gemeinsamkeiten und Gegensätze zwischen den Agierenden bastelte den Plot dafür reizvoll: Pro familie treten einen Mann, eine ihm ebenbürtige oma und zwei kinder bzw. Jugendliche an. Aber nimmt ns Erzähler ns Perspektiven der drei frauen an, doch die wer­den by ihren mann dominiert.

Herbie Lester und möchte Waters Kriegsveteranen; beide leiden, der einer seelisch traumatisiert, der an­dere körperlich bei einem wandernden Granatsplitter. Niemand tun können nachvollziehen, was sie »im Krieg durchgemacht« haben. Harte anstellung ist deine Therapie und offen ihnen eine neue gelegenheit im Leben. Wäh­rend Herbie scheitert, stellen sich möchte mit druck durch, das nicht wenn das ausgeforscht seiner frau schont. Edith ist ns einzige, ns sich gegen die männliche Übermacht auflehnt.

Mit schönem Sprachduktus und seiner feinen literarischen Komposition, die das Erzählfluss unaufdringlich lenkt und strukturiert, ist »San Miguel«

*
in der Übersetzung von Dirk ventil Gunsteren ein rundum empfeh­lenswerter Roman.

Mehr sehen: Now Tv Now Werbung Umgehen, Adblock Funktioniert Bei Tv

Dieses Buch verfügen über ich an die liste meiner 20 Lieblingsbücher innerhalb Winter 2013 aufge­nommen.